Bei dem deutschen Maler, Grafiker und Bildhauer Jörg Immendorff (1945-2007) wird im Frühjahr 1998 die chronische Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) festgestellt. Der Künstler, der zum Zeitpunkt dieser Diagnose 53 Jahre alt ist, leidet zu Beginn der Krankheit unter Lähmungen der Gliedmaßen, wobei zuerst seine linke Arbeitshand betroffen ist. Im weiteren Verlauf der Krankheit beeinträchtigen die Lähmungen auch die Atemmuskulatur, sodass Immendorff ab Ende des Jahres 2005 künstlich beatmet wird. Noch in den letzten Lebensjahren arbeitet der Künstler in seinem Atelier, wobei er Assistenten dazu anweist, Bilder nach seinen Ideen anzufertigen. Immendorff hat sich bereits in jungen Jahren innerhalb politischer Verbindungen für die Interessen gesellschaftlich Benachteiligter eingesetzt. Ab Anfang 2004 unterstützt der Künstler durch seine “Immendorff-Initiative” aktiv die Forschung der ALS-Ambulanz der Berliner Charité. Er bleibt mir als engagierter Künstler in Erinnerung, der sich in seinem zentralen Werk, dem Bilderzyklus „Café Deutschland“, intensiv dem Thema der deutsch-deutschen Teilung gewidmet hat.

Bei dem deutschen Regisseur und Aktionskünstler Christoph Schlingensief (1960-2010) wird im Januar 2008 ein bösartiger Tumor in der linken Lunge festgestellt. Kurz darauf muss sich der umstrittene Künstler mit 49 Jahren einer Operation unterziehen, bei der ihm der linke Lungenflügel vollständig entfernt wird. Während seiner Zeit im Krankenhaus spricht Schlingensief in sein Diktiergerät und hält dabei alle Emotionen und Gedanken fest, die die schwere Erkrankung bei ihm auslöst. Aus diesen Aufzeichnungen entsteht sein berührendes Krebs-Tagebuch: „So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!“, das Schlingensief im April 2009 veröffentlicht. In seinem Werk macht der bekannte Theaterprovokateur seine Krankheit und die Angst vor dem Tod zum zentralen Thema: Dabei spricht er tabuisierte sowie verdrängte Themen offen an und lässt uns alle teilhaben an seinem persönlichen Schicksal.

Giftige Gartenpracht

Jedes Jahr im Frühjahr erwacht in Gärten und Parks eine farbenfrohe Blütenpracht. Die Gartencenter sind gut besucht und ich freue mich auch schon darauf, den Balkon neu zu bepflanzen. Doch was so schön aussieht, ist oft nicht ganz ungefährlich.

Foto: Hortensien   © Joujou/pixelio.de
„Hortensienklau in Norddeutschland“ – dieser Satz ist mir in den letzten Tagen [...]

Weltgesundheitstag 2011

Dank ihrer Entwicklung ist es gelungen, gefährliche Infektionskrankheiten wirksam zu bekämpfen – die Antibiotika. Doch breiten sich zunehmend Erreger aus, die gegen Antibiotika resistent sind. Was tun, wenn Antibiotika nicht mehr wirken? Dieses ernste Problem ist das zentrale Thema des Weltgesundheitstages, der am 7. April 2011 stattfindet.

In Laufschuhen gegen die Frühjahrsmüdigkeit

© Albrecht E. Arnold/pixelio.de
Endlich ist er da, der Frühling! Seit drei Wochen, um genau zu sein, denn meteorologisch betrachtet liegt der Frühlingsbeginn jedes Jahr auf dem 1. März. Und wie in jedem Jahr werden die Tage wieder länger, die Temperaturen steigen, Pflanzen beginnen zu blühen und die Welt erwacht zu neuem Leben… Es könnte [...]

Unser täglich Gift?

Da bleibt mir das Abendessen im Halse stecken: Der kritische Film “Unser täglich Gift”, der gestern auf Arte lief, versucht der Frage auf den Grund zu gehen, ob uns Lebensmittelzusatzstoffe und Pestizide krank machen. Vom Erzeuger bis auf den Teller begleitet die Autorin des Films, Marie-Monique Robin, die Lebensmittel samt ihrer Zusatzstoffe.

© DAK/Kohlbecher

Graßmeier und Menyes erweitern medproduction-Team

Das medproduction-Team hat erneut Zuwachs bekommen: Ab sofort verstärken die Ökotrophologin Nadja Graßmeier und die Sportwissenschaftlerin Maren Menyes unser Redaktionsbüro als Volontärinnen.

Game over

Ich muss zugeben, dass ich Typen wie ihn nie beachte. Er ist ein ganz schön kantiger Kerl – einer von der Sorte, die man sonst in Etablissements mit einschlägigen Namen wie „Fun and Play“ oder „Golden Casino“ antrifft. Er aber hängt immer in der urig-gemütlichen Kneipe in meiner Straße rum. Meistens verhält er sich da recht unauffällig, macht keinen Pieps. Aber er lässt sich gern betatschen, dann dreht er total auf! Düüüdel-düüüdel-blib-blib-blib! Ein Glück, dass er – der Spielautomat – mich schon immer kalt gelassen hat!

I pull my hat in front of you, Dr. Bob!

Ob der Exhibitionismus der “Ich bin ein Star - holt mich hier raus”-Kandidaten oder unser eigener Voyeurimus pathologische Züge hat, sei mal dahingestellt – dennoch hat das Dschungel-Camp auch aus medizinischer Sicht etwas Außergewöhnliches zu bieten…

Wurmkur gegen Darmentzündung?

Schweinepeitschenwürmer (Trichuris trichiura) können offenbar die Beschwerden der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Colitis ulcerosa lindern. Bislang ist die „Wurmkur“ jedoch noch in der Entwicklungsphase.

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