pixelio / BirgitH
Dass viele Medikamente „auf die Leber schlagen“, ist allgemein bekannt. Doch wird das Risiko von Leberschäden meist deutlich unterschätzt.
Nach einem Bericht der Pharmazeutischen Zeitung Online (PZ Online, veröffentlicht im Heft 35 / 2009) sind leichte Leberschäden eine häufige Begleiterscheinungen bei der Einnahme von Medikamenten. In seltenen Fällen wird die Leber auch so schwer geschädigt, dass Lebensgefahr besteht.
Selbst scheinbar leicht verträgliche Wirkstoffe wie die Schmerzmittel Paracetamol, Azetylsalizylsäure oder pflanzliche Präparate (beispielsweise Beinwell, Faulbaumrinde) können nach Angaben von PZ Online zu Leberbeschwerden führen. Häufig sind auch Antibiotika schädlich für die Leber.
Grund dafür ist der Leberstoffwechsel, der den Körper vor potenziellen Giftstoffen schützt. Dieser ist ein wichtiger, wenn auch unspezifischer Entgiftungsmechanismus. In manchen Fällen werden jedoch auch eher harmlose Substanzen zu starken Zellgiften umgesetzt. Als Folge werden Leberzellen zerstört oder die Galle staut sich (Cholestase). Ob und in welchem Maße ein Medikament zum Lebergift wird, ist meist in den Genen eingeschrieben. So sind Nebenwirkungen von Wirkstoffen individuell sehr unterschiedlich. Doch können auch Krankheiten oder Lebensumstände den Leberstoffwechsel und damit die Verträglichkeit von Arzneimitteln beeinflussen.
Wie kann man sich vor einem Leberschaden durch Tablette und Co. schützen?
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