Spritze

Die Schweinegrippe ist in aller Munde und verunsichert die Gemüter, dennoch scheuen viele Deutsche eine vorbeugende Impfung. Eine Umfrage des Nachrichtenmagazins Spiegel ergab, dass sich nur 13 Prozent der Deutschen gegen das Schweinegrippe-Virus impfen wollen. Etwa ein Viertel der Bevölkerung ist noch unentschieden. Von den 18- bis 29-Jährigen wollen sich etwa 28 Prozent immunisieren lassen.

Zur allgemeinen Verunsicherung tragen auch Aussagen des Vizepräsidenten der Bundesärztekammer, Montgomery, bei, der sich beunruhigt darüber äußerte, „dass die verwendete Kombination von Verstärkersubstanz und Impfstoff nicht nach normalen Standards getestet“ seien. Diese Aussagen kritisierte Prof. Löwer, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, vehement. Der Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix habe klinische Prüfungen an mehreren tausend Probanden durchlaufen und eine Zulassung der EU-Kommission erhalten. Auch die Kombination von Verstärkersubstanz und Impfstoff seien mit anderen Grippeimpfstoffen bei mehreren zehntausend Menschen überprüft worden.

Das Bundesgesundheitsministerium und das Robert-Koch-Institut beabsichtigen in den nächsten Wochen eine Informationskampagne zu starten, um vor allem junge Menschen vom Vorteil der Schweinegrippe-Impfung zu überzeugen. In der Bevölkerung herrsche die Vorstellung, die Grippe verlaufe mild, sagte der Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts, Reinhard Burger. Er mahnte jedoch, dies sei nur „eine scheinbare Friedenszeit“.

Weiterführende Informationen finden Sie unter:

Robert-Koch-Institut: http://www.rki.de/cln_162/nn_205760/influenza.html

Paul-Ehrlich-Institut: http://www.pei.de/nn_154420/DE/infos/fachkreise/impf-fach/schweineinfluenza/schweineinfluenza-node.html

Weltgesundheitsorganisation: http://www.who.int/csr/disease/swineflu/en/