17 Okt
Geschrieben von Dr. Waitz in der Kategorie Medizin, Medizin im Web, Medizinjournalismus

Das amerikanische Gesundheitsportal Everyday Health - neben WebMD, Revolutionhealth und einigen anderen das größte Gesundheitsportal der USA - hat einen neuen, innovativen Symptom-Checker gelauncht. Nach dem Motto “The Doctor Is In! Tell our interactive video tool your symptoms to find out possible causes and treatments – and whether you need to see a doctor” führt der Notarzt, Lehrer und Autor Stephen Schueler, MD, ein videobegleitetes Anamnese-Gespräch von den Symptomen bis zur Diagnose.
Nach dem ersten Testen ist der Symptom-Checker auf jeden Fall ein innovatives, multimediales und sehr durchdachtes Tool. Die Gefahr der Selbst- und potenziellen Fehldiagnose besteht bei solchen Tools natürlich grundsätzlich. Und es darf, worauf Everyday Health ebenfalls hinweist, nicht den Arztbesuch und die direkte ärztliche Diagnose ersetzen.
Wie gut der Symptom-Checker ist, kann nur durch umfangreiches Testen herausgefunden werden. Hier gehts zum Tool - wir sind gespannt auf Feedback: http://www.everydayhealth.com/symptom-checker
3 Kommentare
Jantje Hartung
Oktober 20th, 2009 at 18:16
1Hallo. Eine sehr interessante Seite. Gibt es sowas auch auf deutsch? Ich finde, der Symptom-Checker ist eine gute Ergänzung der “Vorab-Information”. Zum Arzt geht man ja trotzdem bzw. es wird einem auch dazu geraten, bei bestimmten Symptomen den Arzt aufzusuchen. So ist man allerdings schon gut darauf vorbereitet, was einen beim Arztbesuch erwarten könnte.
Viele Grüße, J.
Torben Riener
Oktober 23rd, 2009 at 14:56
2Soweit wir wissen, existiert bislang kein solcher Symptom-Checker in deutscher Sprache. Wenn wir über einen “stolpern”, werden wir ihn hier im Blog vorstellen.
Viele Grüße
Torben Riener
dr. waitz | medproduction
Dr. Waitz
Oktober 23rd, 2009 at 15:10
3Es gibt ein paar wenige Tools in dieser Art, z.B. der Symptom-Check von Onmeda:
http://www.onmeda.de/symptome/anatomicus.html
Dieses Tool ist aber keineswegs vergleichbar mit den Symptom-Checks der US-Gesundheitsportale und weit von deren inhaltlicher und technischer Qualität und Tiefe entfernt.
Einen wirklich guten und medizinisch vetretbaren Symptom-Check zu entwickeln, kostet extrem viel Zeit, Fachkompetenz und Geld. Mal schauen, was sich in dieser Hinsicht in Deutschland tun wird - wir bleiben auf jeden Fall dran…!
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