Deutsche haben im vergangenen Jahr mehr Geld für Zigaretten ausgegeben. Trotzdem wurden weniger Zigaretten versteuert als im Vorjahr.
86,6 Milliarden Zigaretten – das ist die Menge an Zigaretten, die im vergangen Jahr in Deutschland geraucht wurden. Diese Zahl hat das Statistische Bundesamt ermittelt, wobei die eingenommene Tabaksteuer zugrunde gelegt wurde. Nicht einberechnet sind geschmuggelte Zigaretten, sowie die „Selbstgedrehten“.
Durchschnittlich 1055 Zigaretten rauchte ein Deutscher im Jahr 2009. Das sind 300 Zigaretten weniger als noch vor fünf Jahren. Trotzdem gab der Durchschnittsraucher mehr als zuvor für seine Tabaksucht aus. Grund dafür sind steigende Zigarettenpreise.
Obwohl insgesamt weniger Zigaretten, aber auch Zigarren, Zigarillos und Pfeife geraucht wurden, leben die Deutschen nicht unbedingt „lungengesund“. So stieg der Anteil von verbrauchtem Feinschnitt-Tabak. Die selbst gedrehte Zigarette liegt also im Trend.
Der Nikotinsucht wirken auch Warnhinweise auf der Verpackung nicht entgegen, denn diese lassen sich mit schicken Umhüllungen verdecken und somit ganz aus dem Gehirn ausblenden.
Mit immer neuen Marketing-Strategien versucht die Tabak-Industrie, Rauchen als Lifestyle zu verkaufen. Bei mehreren zehntausend Rauchertoten jährlich bekommt der Begriff “Life Style” jedoch einen markaberen Beigeschmack.
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